Zahnmedizin  plus

Unter Zahnmedizin plus verstehen wir Bereiche innerhalb der Zahnmedizin, die interdisziplinäre Zusammenarbeit erfordern: Zahnarzt + weiterer Experte 

Als Craniomandibuläres Dysfunktionssyndrom (CMD)  werden Funktionsstörungen der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur bezeichnet.  Zahn- und Kieferfehlstellungen oder ein „falscher Biss“ können der Grund für Störungen im funktionellen Zusammenspiel von Zähnen, Kiefergelenk und Kaumuskeln sein. Schmerzhaft verspannte Kaumuskulatur, eingeschränkte Mundöffnung oder Kiefergelenksknacken können die Folge sein. Meist sind Pressen und Knirschen, nachts oder am Tag häufig durch stressbedingt die Ursache.  

Wir führen routinemäßig vor Zahnersatz oder auch nur auf Verdacht hin einen CMD-Check durch und können ggf. durch gezielte, individuell angepasste ("Knirscher-")Schienen, Tipps zur Selbsthilfe und in enger Zusammenarbeit mit geeigneten Physiotherapeuten helfen.

Parodontitis ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, die den Zahnhalteapparat (Parodont) betrifft und zu Knochenabbau, Zahnlockerungen und  schließlich Zahnverlust führt.  Etwa 10 Millionen Menschen sind in Deutschland an einer schweren Parodontitis erkrankt. Parodontitis zeigt über viele Jahre zumeist wenige oder nur milde Symptome, die von den Betroffenen oft nicht wahrgenommen oder richtig eingeordnet werden. Außer den lokalen Schäden am Parodont kann Parodontitis auch Auswirkungen auf den gesamten Körper haben und steht in Zusammenhang mit einer Vielzahl von systemischen Erkrankungen. Als sicher bewiesen gelten Zusammenhänge zu Diabetes mellitus und Lungenentzündung. Sehr wahrscheinlich bestehen Zusammenhänge zu Ateriosklerose, Herzinfarkt, Hirninfarkt/Schlaganfall, Rheumatoide Arthritis. Und folgende Zusammenhänge werden beschrieben sind aber noch nicht genau nachgewiesen Adipositas, chronische Darmerkrankungen, Depression, Osteoporose, Stress. Bei diesen, aber auch anderen allgemeinmedizinischen Fragestellungen arbeiten wir sehr eng mit den Hausärzten und Fachärzten aus Kernen und Umgebung zusammen. 

Wir legen daher sehr großen Wert auf die Diagnostik und Behandlung von  Parodontitis. Im Anfangsstadium ist eine Parodontitis noch gut therapierbar.
Dr. Elsäßer und Dr. Kofler besitzen einen zertifizierten Tätigkeitsschwerpunkt für Parodontitis. Frau Reichmann als Dentalhygienikerin und Frau Müller als Zahnmedizinische Fachassistentin sind besonders für die Betreuung von Parodontitispatienten fortgebildet.

Schnarchen ist nicht nur lästig für den Partner/die Partnerin, sondern kann auch auf Dauer ernsthafte Gesundheitsschäden verursachen. Durch Schnarcherschienen bzw. Unterkiefer-Protrusionsschienen (UPS) wird der Unterkiefer nach vorn gezogen. Dadurch öffnet sich der Rachen und die Luft kann leichter ein- und ausgeatmet werden. Das umliegende Gewebe vibriert weniger, die Schnarchgeräusche lassen nach.

Wer nachts wiederholt Atemaussetzer im Schlaf hat, leidet möglicherweise an einer sogenannten obstruktiven, also behandlungsbedürftigen, Schlafapnoe. Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für eine Unterkiefer-Protrusionsschiene (UPS) als Therapiemöglichkeit. Wir beraten Sie gerne, welche Schienen in Frage kommen.  Dr. Elsäßer ist für zahnärztliche Schlafmedizin zertifiziert. Wir arbeiten mit umliegenden Ärzten mit Schwerpunkt Schlafmedizin zusammen.

Für Patienten mit besonderer Behandlungsangst arbeiten wir mit Anästhesisten zusammen und können in unseren Räumen auch Behandlungen im Dämmerschlaf (Sedierung) oder in Narkose durchführen.

Für Menschen mit Pflegebedarf, die nicht oder nur noch sehr mühsam in eine Zahnarztpraxis kommen können, bieten wir innerhalb von Kernen Hausbesuche für Voruntersuchungen und kleine Behandlungen an. Ggf. sprechen wir uns mit Hausärzten und Pflegediensten ab.